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Mithos Yggdrasill ist der Hauptantagonist aus Tales of Symphonia.

GeschichteBearbeiten

Frühe JahreBearbeiten

Mithos ist ein Halbelf, der als jüngerer Bruder von Martel Yggdrasill in Heimdall, der Stadt der Elfen, geboren wurde. Es ist nicht bekannt, ob die Eltern der beiden Halbelfen sind oder je eine Elfe und ein Mensch. Letzteres würde sie zu Halbelfen der ersten Generation machen, die zu Zeiten von Tales of Symphonia selten sind. Wie es sich zur Zeit ihrer Geburt verhielt, ist nicht bekannt. Im Verlauf des tausendjährigen Krieges wurden die beiden Geschwister aus ihrer Heimat vertrieben, weil Halbelfen in Heimdall verpönt waren. Da nichts davon erwähnt wird, dass ihre Eltern mit ihnen verstoßen wurden, ist davon auszugehen, dass sie Halbelfen der ersten Generation sind. Die Geschwister entschieden sich dazu, einen Weg zu finden, den Krieg zu beenden, und taten sich dabei mit Yuan Ka-Fai und Kratos Aurion zusammen. Kratos wurde hierbei Mithos' Schwertkampfmeister und einer seiner treusten Vertrauten. Die vier Kharlan-Helden gelangten im Verlauf des Krieges an Cruxis-Kristalle, mit denen sie sich zu Engeln entwickelten.

Mithos, der mit der Fähigkeit der Beschwörung geboren wurde, schloss Pakte mit den Elementargeistern, unter denen sich nicht nur die acht elementaren Geister befanden, sondern auch der König der Elementargeister, Origin, sowie der Herr über die vier Hauptelemente, Maxwell, und der Herr über das Mana, Ratatosk. Mit Maxwells Hilfe hob Mithos Landmasse in den Himmel und hielt sie dort, um eine Heimat für Halbelfen zu erschaffen, in der sie fern von den Menschen und den Elfen in Sicherheit leben konnten. So entstand Exire.
Ratatosk versprach Mithos im Austausch für seine Kraft, dass er den Kharlan-Baum erneut zum Sprießen bringen würde, nachdem dieser durch den Krieg verdorrte und starb. Als Zeichen des Paktes erhielt er das "Derris-Emblem".
Mithilfe von Origin erschuf Mithos das Ewige Schwert, das er so erzeugen ließ, dass nur solche mit Elfenblut es führen konnten. Durch das Ewige Schwert spaltete er die beiden streitenden Königreiche Sylvarant und Tethe'alla in zwei Welten, wodurch er den Krieg beendete. Er ließ das Mana zwischen den Welten fließen, sodass nie genug Mana in einer Welt sein sollte, um Magitechnologie zu entwickeln, die der Ursprung des Krieges war.

Es ist anzunehmen, dass die Spaltung der Welten stattfand, nachdem Mithos zunächst auf profane Weise den Krieg zwischen den Königreichen beendet hatte. Beweise für einen Waffenstillstand sind sowohl in Tethe'alla als auch in Sylvarant zu finden und der Vertrag hierfür wurde auf den Heiligen Ebenen von Kharlan unterschrieben. Nachdem dieser Vertrag geschlossen war, wogen die Kharlan-Helden sich jedoch in falschem Frieden: Ein Mensch verriet sie und griff Martel hinterrücks an, wobei er sie tötete. Ihre letzten Worte widmeten sich ihrem Wunsch, dass sie will, dass alles Leben als gleich angesehen werden würde und keine Diskriminierung mehr existiert. Mithos entscheidet sich in Wut und Trauer dafür, ihren Wunsch in die Tat umzusetzen.

Um seinen Plan durchzusetzen, gründete Mihos Cruxis und ernannte sich selbst als einer der Vier Seraphen zum Anführer. Statt Ratatosks Wunsch zu erfüllen und den Kharlan-Baum wieder zum Sprießen zu bringen, platzierte Mithos den Keim in der Mitte zwischen Sylvarant und Tethe'alla und hielt ihn durch die Mana-Konnexe zwischen den acht elementaren Geistern dort, die er in ihren Altären versiegelte. In seinem Zorn legte Ratatosk sich bei seinem Siegel in der Gähnenden Schlucht schlafen und schützte sein Gebiet vor allen, die ein Derris-Emblem trugen. Mithos nutzte den Keim des Kharlan-Baums, um Martels Seele in ihrem Cruxis-Kristall am Leben zu erhalten, sodass der Keim und Martel in einer Symbiose leben: Wenn der Keim austreibt, wird er Martel verschlingen. Wenn Martel erwacht, wird der Keim sterben.

Mithos

Mithos im Spiel

Um sich sicher zu sein, dass er die Kräfte der Elementargeister nicht verliert, ließ Mithos Origin von Kratos als Zeichen seiner Treue durch dessen lebenswichtiges Mana im Torent-Wald versiegeln, damit er trotz seines Paktbruchs weiterhin das Ewige Schwert führen kann. Er bricht endgültig das Vertrauen aller anderen Elementargeister und zudem seine Pakte mit ihnen, doch da er sie versiegelte und nie ein anderer Beschwörer kam, um sie zu befreien und sie an sich zu binden, blieben ihre Kräfte in seiner Obhut.

Zuletzt führte Mithos das System der Auserwählten ein. Dies diente mitunter dazu, den Mana-Pegel in den beiden Welten ansprechend gesenkt zu halten, aber auch, um einen neuen Körper für Martel zu finden. Dazu sollten die Eheschließungen in beiden Welten kontrolliert werden, um eine Auserwählte zu "züchten", deren Mana-Signatur mit der von Martel übereinstimmen sollte, damit der Körper Martels Seele nicht abstoßen würde. Es gab bereits unzählige Auserwählte, die nach eigenem Wissen auf die Reise der Welterneuerung gingen, um das Mana in ihr sterbendes Land zurückzubringen. Dies ist insofern korrekt, weil sie durch ihre Reise die Elementargeister ihrer Welt erweckten, die das Mana aus der anderen Welten zu sich zogen. Doch keine Auserwählte hatte eine Mana-Signatur, die mit der von Martel übereinstimmte.

Um gleichzeitig das Zeitalter der Leblosen Wesen einführen zu können, gründete Mithos die Desians, die in der sterbenden Welt das Mana entziehen und Menschen zu Wirten von Exspheres machen sollten, mit denen Menschen, Elfen und Halbelfen zu leblosen Wesen gemacht werden können, damit nach Mithos' Auffassung keine Diskriminierung mehr zwischen ihnen bestehen würde. Als grundlegende Verbindung aller Tochterorganisationen von Cruxis setzte Mithos die Göttin Martel an die Spitze von allem. Dieses gesamte Projekt nennt sich Prolongationsprojekt.

Tales of SymphoniaBearbeiten

Als "Yggdrasill" begegnet Mithos den Helden bereits recht früh, als diese erstmals den Turm des Heils erklimmen. Nach einem Kampf gegen Remiel und Kratos erscheint Yggdrasill, der versteht, dass Kratos sich nicht dazu überwinden kann, die Helden zu töten, also verwickelt er sie in einen Kampf. Er kann sie nicht töten, da dieser Plan von den Abtrünnigen vereitelt wird.

Als "Mithos", also als junger Halbelf, erscheint Mithos den Helden erstmals in Ozette, nachdem dieses von Engeln angegriffen und zerstört wurde. Die Helden finden Mithos, von dem sie vermuten, dass er sehr einsam gelebt haben muss, weil Ozette Halbelfen grundlegend verabscheut hat. Mithos wird in die Obhut von Altessa und Tabatha gebracht und findet dort zunächst eine Heimat. Er freundet sich mit den Helden an, hängt aber ganz besonders an den Halbelfengeschwistern Raine und Genis Sage. Als Raine nach den Ereignissen in Altamira vom Rheaird aus das Tor der Welten entdeckt hatte und sich nachts aus Altessas Haus schleicht, um sich dorthin zu begeben, folgen die Helden ihr und Mithos bittet sie darum, sie begleiten zu dürfen, weil er sich Sorgen um Raine macht. Da die Helden dort von Kuchinawa und den Rittern des Patriarchen von Tethe'alla angegriffen werden, sind sie dazu gezwungen, durch das durch den Vollmond geöffnete Tor nach Sylvarant zu springen. Mithos wird daraufhin in die Obhut von Neil in Palmacosta gebracht.

Als die Helden in der isolierten Insel-Farm zu sterben drohen, rettet Mithos sie, nachdem Genis die Panflöte spielte, die er ihm gegeben hatte. Ein goldener Vogel, Aska, zerstörte das Kuppeldach der Farm, sodass Mithos die Helden mithilfe eines Rheairds retten konnte. Durch die Rheairds und das Welten-Transfersystem können die Helden nun wieder nach Tethe'alla zurückkehren und richten sich erneut in Altessas Haus ein. In dieser Nacht verfolgt Yuan seinen Plan, Kratos dazu zu zwingen, Origin freizulassen, und nimmt Lloyd Irving hierfür als Geisel, woraufhin er Lloyd offenbart, dass Kratos sein leiblicher Vater ist. Im Verlauf der Nacht kommen nach und nach fast alle Schlafenden hinaus vor Altessas Haus, wobei Mithos sich als Yggdrasill offenbart und nicht nur die Abtrünnigen tötet, sondern auch Tabatha zerstört und Presea Combatir attackiert. Letzteres wird durch Altessa verhindert, der sich in den Angriff wirft und stattdessen schwer verletzt wird. Vor allem Genis ist durch die Offenbarung von Mithos als Yggdrasill gebrochen, hatte sich dies aber zuvor schon gedacht, weil er bei ihrem letzten Treffen mit Yggdrasill eine Flöte gefunden hatte, die Yggdrasill verloren hatte: Hierbei hatte es sich um die Flöte gehandelt, die Genis Mithos geschenkt hatte, nachdem er aus Versehen die Panflöte seiner Schwester zerstört hatte.

Yggdrasill Spiel

Yggdrasill im Spiel

Letztendlich gelingt es Mithos tatsächlich, Colette Brunel an sich zu bringen, deren Mana-Signatur nahezu identisch mit der von Martel ist. Er schafft es, Martels Seele im Turm des Heils in Colettes Körper zu transferieren, aber Martel lehnt ihn und seine Taten der letzten viertausend Jahre ab. Es war schrecklich für sie, ihn viertausend Jahre lang zu beobachten und nicht dazu imstande gewesen zu sein, sich zu rühren oder etwas zu sagen. Sie ist enttäuscht von seinem Versuch, Diskriminierung auszulöschen, weil sein Handeln neuen Hass erzeugt hatte und nicht dem entspricht, für das sie im Krieg gekämpft hatten. Martel verlässt Colettes Körper daraufhin freiwillig und kehrt in den Keim des Kharlan-Baums zurück.

Mithos verliert im Angesicht der Worte seiner Schwester den Verstand und wird schließlich von den Helden im Kampf getötet. Seine Seele allerdings besteht in seinem Cruxis-Kristall fort, den Genis an sich nimmt. Dies ist von Bedeutung, als Lloyd schließlich Kratos im Torent-Wald gegenübersteht, Origin befreit wird und Sheena Fujibayashi einen Pakt mit ihm schließt. Mithos' Cruxis-Kristall wird daraufhin aktiv und nistet sich in Lloyds Seelenpartner ein. (Geschichtlich betrachtet handelt es sich dabei um Colette, im Spielverlauf richtet sich dies jedoch nach den Entscheidungen des Spielers.) Mit diesem Körper kehrt Mithos nach Welgaia zurück. Sein Ziel ist es, nach Derris-Kharlan zu flüchten, um dort eine Welt für sich und seine Schwester allein zu errichten.

Nach Mithos' letztem Kampf mit den Helden in Vinheim zerstören diese seinen Cruxis-Kristall und töten ihn damit endgültig. Seine finalen Worte sind, dass er trotz allem alles genauso tun würde wie vorher, weil er glaubt, dass er richtig gehandelt hatte.

In NiflheimBearbeiten

Im geheimen Dungeon Niflheim können die Helden Mithos, Kratos und Yuan begegnen. Sie erklären, dass sie lediglich Erinnerungen der Helden von einst sind und auf jemanden warten, der stark genug ist, Niflheim zu vernichten. In den Geschehnissen des Krieges konnten sie keine Zeit dafür aufbringen und ließen deshalb ihre Erinnerungen in dem Buch zurück. Mithos präsentiert sich hier als Junge mit klarem Verstand, der die Helden fragt, ob der große Baum endlich austreiben konnte. Da er also keinerlei Hass zu hegen scheint, ist Martel zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch am Leben gewesen. Es ist daher nicht geklärt, weshalb sie sich nicht unter den Kämpfern befindet. Dieser Auftritt der Kharlan-Helden findet nicht in der originalen Nintendo GameCube-Fassung von Tales of Symphonia statt.

PersönlichkeitBearbeiten

Mithos erscheint wie eine Person mit klarem Verstand und weiß, was er will. Er hat jedoch das Vertrauen in die Menschheit verloren, spätestens als einer von ihnen Martel hinterrücks tötete. Schon vorher jedoch erkannte er, dass die Menschen den Halbelfen nicht freundlich gesinnt waren, und auch die Elfen hassten sie. Mithos fühlte sich daher stets verloren in der Welt, weil er keine Heimat finden konnte, in der er und seine Schwester erwünscht waren. Diesen Schmerz teilt er sich mit Genis und Raine und baut daher vor allem zu Ersterem eine enge Bindung auf. Mithos stand aufgrund dieser Freundschaft in Zwiespalt, weil er sich wünschte, dass Raine und Genis seinen Weg verstehen und ihn unterstützen würden. Er war sich jedoch stets dessen bewusst, dass er sie nicht darauf ansprechen konnte, und offenbarte sich daher nie als Fädenzieher von allem. Schließlich verliert Mithos seinen Verstand, nachdem Martel, in Colettes Körper transferiert, ihm sagt, dass sie mit seinem Weg nicht einverstanden ist. An sich wünscht Mithos sich dasselbe wie die Helden: Eine Welt ohne Diskriminierung. Sein Weg stimmt jedoch nicht mit dem der Helden überein und schließlich muss er ihnen bei seinem Tod nachgeben. Dennoch behauptet er, dass er alles wieder genauso machen würde, wenn er die Chance hätte.

KampfstilBearbeiten

Obwohl Mithos Kratos' Schüler war und damit den Schwertkampf beherrscht, kämpft er im Spiel nicht mit einem solchen. Wird er bekämpft, tritt er stets als Engel auf und deckt seine Gegner mit Magie ein. Mithos hat zwei verschiedene Formen: die kindliche Form, Mithos, und die erwachsene Form, Yggdrasill. Kräftetechnisch betrachtet nehmen sich beide Formen nichts.

Im finalen Kampf hat Mithos die Form eines mechanischen Konstrukts, da sein eigentlicher Körper bereits tot ist. Er kann hierbei lediglich an dem "Yggdrasill-Kopf" im Cockpit erkannt werden. Diese Form ist eine Manifestierung von Mithos' Sünden, die sich mit denen der Helden decken, denn diese mussten sich ihnen vorher bereits in Welgaia stellen, wo Mithos versucht hat, sie auf seine Seite zu ziehen:

  • Der Flüchtling: Sheena und Zelos
  • Der Verurteilte: Presea und Regal
  • Der Vernachlässigte: Genis und Raine

Werden die optionalen Kämpfe gegen diese Sünden nicht geführt, erhält Mithos' finale Form Verstärkung. Wenn man sich in der Flanoir-Szene für Kratos entschieden hat, ersetzt er Zelos. Ist nicht Colette Lloyds Seelenpartner, ersetzt sie denjenigen, der sein aktueller Seelenpartner ist.

TriviaBearbeiten

  • Yggdrasil ist der Name der Weltenesche aus der Nordischen Mythologie. So ist er auch der Name des Weltenbaumes aus Tales of Phantasia, der am Ende von Tales of Symphonia gepflanzt wird. Dies ist eine von vielen Andeutungen der beiden verbundenen Spiele auf die nordische Mythologie.
  • Mithos hat in seiner Form als Mithos blaue Augen, in seiner Form als Yggdrasill hingegen hat er grüne Augen.
  • Der Endgegner aus Tales of Phantasia, Dhaos, besitzt in seiner dritten Form Ähnlichkeiten mit Yggdrasill.

CharakterlisteBearbeiten

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